The Best of Hyogo ~ひょうごの魅力「再」発見ツアー~
 

Erleben und Entspannen im schönen Takacho, Hyogo

Lara Makowski's visit to HARIMA
Name Lara Makowski
From Germany
Time in Japan 3 years 4 months
visited day 2017/02/23 - 2017/02/24
area Takacho (多可町)
HARIMA
"Erleben und Entspannen im schönen Takacho, Hyogo"
2017/02/23 - 2017/02/24
Vom 23. auf den 24. Februar habe ich an einem 2 Tages-Trip nach Takacho, einem kleinen ländlichen Ort in Hyogo teilgenommen. Der Trip wurde organisiert von der Hyogo International Association in Kooperation mit der Non-Profit Organisation Deep People.
Obwohl ich schon fast 3 ½ Jahre in Hyogo lebe, hatte ich noch nie von dem Ort Takacho gehört. Ich war also sehr gespannt was mich und die rund 20 anderen Internationalen Studenten erwartet.

Um 08:15 Uhr ging es los. Wir trafen uns in Sannomiya, um mit dem Bus nach Takacho zu fahren. Leider gibt es keinen Bahnhof in Takacho, was die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas erschwert, es ist aber auf jeden Fall die Mühe wert, die Anreise auf sich zu nehmen.

Mit dem Bus waren wir rund 1 ½ Stunden unterwegs, inklusive einer kleinen Pause an einer Raststätte auf dem Weg. Von da war es dann auch nicht mehr weit. Die Gegend wurde immer ländlicher und es bot sich der Anblick vom wunderschönen ländlichen Japan. Überraschender Weise erinnerte die Gegend fast ein bisschen ans Allgäu, allerdings mit ein paar traditionellen japanischen Häusern hier und da.

Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als wir an unserem ersten Ziel hielten: der Tofu Produktion mit dem Namen „Erleben-Yachiyo“, selbst das Kühlhaus war mit der Aufschrift „Kühlhaus“ beschriftet. Wir wurden empfangen von der ganzen Belegschaft und nachdem wir unsere Schuhe in Gummistiefel getauscht hatten, ging es auch gleich los. Im ganzen Gebäude roch es angenehm nach warmer Sojamilch. Nach einer kleinen Einführung in die Welt des Tofus durften wir dann selbst ran.

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Es war das erste Mal für die Meisten und da unser Instruktor mit Charme, Witz und viel Freude bei der Sache war, hatten wir alle großen Spaß. Es war ein tolles Erlebnis (wie der Name der Produktion es vorab schon versprochen hatte) und das Beste: wir durften unseren selbst gemachten Tofu gleich probieren und auch welchen mit nach Hause nehmen!

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Nach dem Tofu machen ging es gleich weiter zum nächsten Stop: Maki Sushi! Das Maki Sushi (gerolltes Sushi) von dem kleinen Geschäft „Mystar Koubou Yachiyo“ gilt als eines der besten in ganz Japan, was ich nun durchaus bestätigen kann! Die Inhaberin, eine schon ältere Japanische Dame begrüßte uns alle persönlich mit Handschlag und wünschte uns viel Spaß und Erfolg. Wir zogen Haarschutz, Mundmasken und Handschuhe an und dann ging es ans Rollen. Die Mitarbeiter waren sehr aufmerksam und halfen dort wo das Rollen „nicht so ganz rund lief“ und so hatte jeder am Ende schnell seine ganz persönliche Sushi Rolle, die gleich als Mittagessen verspeist wurde. Uns wurde nicht zu viel versprochen, wirklich mit das beste Sushi was ich je gegessen habe! Eventuell etwas unterstützt von „selbst gemacht schmeckt eben doch am besten“. Zu dem selbstgemachten Sushi gab es Tee und für Jeden eine japanische Krokette aufs Haus.

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Gut gestärkt ging es weiter zur letzten Aktivität des ersten Tages: Wellness Walking. Man kann sagen, Takacho ist fast ein typischer Kurort mitten in Japan. Die Landluft ist kühl und frisch, das Wasser in den Bächen klar und kalt und man ist von Wanderwegen in den Bergen und Wäldern umgeben. Einfach perfekt zum Ausspannen und um sich von „dem Stress“ in japanischen Großstätten zu erholen. Auf geführten Wellness Walking Touren kann man völlig in die Natur eintauchen und die Hektik des Alltags um sich herum für eine Weile vergessen. Nach ausgiebigen Strecken und Dehnen ging es mit Nordic-Walking-Stöcken los in den Wald.

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Turning Point war ein hölzerner Ausguck mit Blick auf den Stausee und der Möglichkeit ein klares lautes Echo in die Berge zu rufen.

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Auf dem Rückweg gab es dann sogar noch die Möglichkeit für ein kleines Nickerchen mitten im Wald auf präparierten Baumstamm-Betten und zur Verfügung gestellten Yoga-Matten.

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Somit war das Programm des ersten Tages erstmal abgeschlossen und wir fuhren zum Hotel um für die Nacht einzuchecken. Es wurde überraschender Weise wieder sehr Deutsch, als wir am Hotel „Edel Sasayuri“ ankamen. Teilweise war ich mir nicht mehr sicher, ob ich mich in Japan oder in Deutschland befinde. Mit dem nach dem einchecken folgenden „Mochi-Machen“ (Mochi = jap. Reiskuchen) wurde es aber gleich wieder sehr Japanisch.

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Nach erfolgreichem Herstellen von Mochi gab es noch ein Dinner mit einigen „Takacho-Locals“ und dem Bürgermeister. Das Buffet war hervorragend. Auf das Essen folgte noch eine kleine Gruppenarbeit und danach ging es, da alle sehr müde waren, gleich ins Bett.

Am nächsten Morgen ging früh der Wecker um noch vor dem Frühstuck einen Morgenspaziergang ums Gelände des Hotels zu machen. Nach erneutem Dehnen und Strecken führte uns der Weg auf einen kleinen Hügel von dem man auf das Hotel, seine Gärten und angrenzenden Berge gucken konnte.

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Nach dem Frühstück und dem Auschecken ging es auch gleich schon zum nächsten Programmpunkt: Washi herstellen (Washi = japanisches Papier). Von dem Ort trennten uns eine ca. 40-minütige Busfahrt. Auf dem Weg wurden die Berge immer höher und es fing sogar an zu schneien. Um Washi herzustellen braucht man sehr kaltes und klares Wasser, was in Japan meist nur in den Bergen zu finden ist. Auf Grund dessen sind Stellen an denen man Washi machen kann sehr begrenzt. Die Produktionsstätte in Takacho produziert mit das renommierteste Washi in Japan. Als wir ankamen wurden wir erneut von der ganzen Belegschaft in Empfang genommen, wurden in zwei Gruppen eingeteilt und los ging es. Zuerst taucht man eine Art quadratisches Sieb in ein Becken in dem in sehr kaltem Wasser aufgelöste Fasern der inneren Rinde des Baumes schwimmen, der für die Washi-Herstellung benutzt wird. Das Ganze macht man ca. 3 Mal. Dann geht es weiter zum nächsten Schritt, dem färben und dekorieren, welches mit bereits vorgefärbten Fasern geschieht. Danach wird das noch feuchte Papier gepresst, um das Wasser los zu werden, und um es zu Festen anschließend getrocknet. Sein fertiges Papier kann man dann mit nach Hause nehmen. Es war auch sehr interessant zu beobachten wie noch in Handarbeit die harte äußere Rinde von der weichen inneren Rinde, die für Washi verwendet wird, getrennt wird.

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Abgerundet wurde das Vormittags-Programm mit einem Mittagessen in der Gaststätte neben der Washi Produktion. Am Nachmittag stand dann der letzte Punkt des Zwei-Tägigen Programms an: Besuch des Lavendel-Parks Taka mit der Gelegenheit selbst Raumspray und Handcreme zu machen. Leider blühte der Lavendel noch nicht, aber die Erfahrung Spray und Creme herzustellen war sehr interessant. Um auch außerhalb der Saison den beruhigenden Lavendelduft wahrnehmen zu können, gibt es sogar einen Getränkeautomaten, der auf Knopfdruck Lavendelduft versprüht.

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Als jeder sein eigenes Spray und seine eigene Creme fertiggestellt hatte, ging es mit dem Bus zurück nach Sannomiya. Mit all seinen verschiedenen Angeboten ist Takacho wirklich eine Reise wert! Ich bin sehr Dankbar, dass ich dank der Hyogo International Association an dieser Tour teilnehmen durfte.


Für weitere Informationen, bitte auf diesen Link klicken:
Takacho Homepage
多可町HP

 
 
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